Deformitätensprechstunde

 

Der menschliche Gang ist ein komplizierter Vorgang, der auf ein exaktes Zusammenspiel von Muskeln, Bändern und Gelenken angewiesen ist. Eine Abweichung von der normalen Beinachse bedeutet eine vermehrte Belastung bestimmter Gelenkanteile sowie eine falsche und damit vermehrte Belastung der Wirbelsäule.

Verdrehungen (Rotation/Torsion) des Knochens bedingen eine vermehrte muskuläre Korrektur der Beinstellung und wirken sich vor allem auf den Lauf der Kniescheibe aus. Die Beschwerden äußern sich je nach Ausprägung in den betroffenen Gelenken

 

  • Hüftgelenk
  • Sprunggelenk
  • Kniegelenk (Knorpelschäden, Meniskusschäden)
  • Kniescheibe (Patellaluxation, Patelladysplasie)
  • Wirbelkörpergelenke (Bandscheibenschäden)

 

Bei X- oder O-Beinen (Valgus/Varus) kommt es aufgrund des Verschiebens der mechanischen Belastungsachse zur Arthrose (Gelenkverschleiß). Dieser Vorgang ist nicht mehr rückgängig zu machen und führt in den meisten Fällen zu Schmerzen und einer Einschränkung der Beweglichkeit.

Die Wiederherstellung der korrekten Beingeometrie beinhaltet:

 

  • die Verlängerung oder Verkürzung von Ober- oder Unterschenkel
  • die Wiederherstellung von Knochen- und Knorpeldefekten
  • die Bildung von regulären Gelenkflächen (wie z.B. bei Patella- und Trochleadysplasie)
  • die korrekte Einstellung der Torsionen an Ober- und Unterschenkel
  • den Ausgleich von X-/O-Beinen